Delta Air Lines hat einen Großauftrag über 30 Boeing 787-10 Dreamliner mit Optionen für 30 weitere Flugzeuge angekündigt, was eine bedeutende Rückkehr zu Boeing zur Erweiterung der Langstreckenflotte darstellt. Die Auslieferung soll im Jahr 2031 beginnen, wobei die Fluggesellschaft plant, diese Flugzeuge als Ersatz für ihre veraltete Boeing 767-Flotte einzusetzen.

Eine strategische Neuausrichtung

Seit Jahren bevorzugt Delta Airbus bei der Bestellung neuer Flugzeuge. Dieser Schritt signalisiert eine strategische Neuausrichtung und spiegelt den Bedarf der Fluggesellschaft an Flottenvielfalt und Kosteneffizienz wider. Während Delta noch viele ältere Boeing-Flugzeuge im Einsatz hat – darunter die Modelle 717, 737, 757 und 767 – haben sich die jüngsten Akquisitionen stark an Airbus orientiert. Die neue Boeing-Bestellung sowie eine frühere Zusage über 100 Boeing 737 MAX 10 zeugen von einem erneuerten Vertrauen in den Flugzeughersteller.

Passagiererlebnis und Flottenmodernisierung

Die ankommenden Dreamliner werden über eine Premium-Konfiguration verfügen, darunter Delta One Suites in der Business Class und die Delta Premium Select Premium Economy-Kabine. Die 787-10 verfügt außerdem über eine Kabinendruckbeaufschlagung, die den Jetlag durch Simulation niedrigerer Flughöhen reduzieren und so den Passagierkomfort auf Langstreckenflügen erhöhen soll. Diese Flottenmodernisierung ist von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf Transatlantik- und Südamerikastrecken, auf denen die Passagiernachfrage hoch ist.

Größerer Kontext: Boeings jüngste Erfolge

Dieser Deal folgt auf einen weiteren Großauftrag von Alaska Airlines Anfang dieses Monats und deutet auf einen positiven Trend für Boeing nach den jüngsten Herausforderungen hin. Delta hat derzeit 286 neue Flugzeuge bei Boeing und Airbus bestellt, darunter 232 Single-Aisle-Flugzeuge und 54 Großraumflugzeuge. Der CFO der Fluggesellschaft, Dan Janki, betonte, dass der 787-Auftrag eine „kosteneffiziente Skalierung aller Großraumflotten“ schaffen werde.

Deltas Wechsel zurück zu Boeing unterstreicht die sich weiterentwickelnde Flottenstrategie der Fluggesellschaft. Die Entscheidung, den 787 Dreamliner zu integrieren, ist nicht nur ein Flugzeugkauf, sondern ein strategischer Schritt zur Modernisierung der Langstreckenflotte und zur Verbesserung des Passagiererlebnisses.