Eine neue Studie zeigt, dass der Death Valley National Park durchweg das negativste Feedback von Besuchern erhält, basierend auf einer Analyse von fast 96.000 Online-Bewertungen. Der vom Outdoor-Einzelhändler Kühl durchgeführte Bericht ergab, dass 12,3 % der Death Valley-Bewertungen Frustration oder Enttäuschung zum Ausdruck bringen – eine höhere Rate als in jedem anderen US-Nationalpark.

Menschenmassen und Infrastruktur sorgen für Unzufriedenheit

Trotz der dramatischen Wüstenlandschaften und einzigartigen geologischen Besonderheiten des Parks konzentrieren sich die Hauptbeschwerden auf Überfüllung, hohe Preise und unzureichende Infrastruktur. Die Besucherzahlen im Death Valley sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen und stiegen von 2023 um 31 % auf über 1,4 Millionen Besucher im Jahr 2024. Dieser Zustrom belastet begrenzte Ressourcen wie Schatten, Dienstleistungen und Parkplätze, was für einige zu negativen Erfahrungen führt.

„Die Felsformation ist nicht so toll, ziemlich staubig, heiß usw. Es fühlt sich an wie ein Tagebau“, schrieb ein Google-Rezensent.

Weitere Parks in den Top 5 sind der Petrified Forest National Park (9,2 % negative Stimmung), der Zion National Park (7,8 %), der Wind Cave National Park (7,7 %) und der Mammoth Cave National Park (7,3 %). Zu den gängigen Beschreibungen dieser Parks gehören „enttäuschend“, „zu voll“ und „voll“. Die Beliebtheit von Zion zwingt zum Beispiel zu einem obligatorischen Shuttle-System aufgrund der schieren Menge an Besuchern, die versuchen, in die Hauptschlucht zu gelangen. Auch bei geführten Höhlentouren in der Wind Cave und der Mammoth Cave nehmen oft 40–110 Gäste gleichzeitig teil.

Hohe Bewertungen trotz Beschwerden

Bemerkenswert ist, dass selbst die „enttäuschendsten“ Parks weiterhin gute Gesamtbewertungen erzielen. Death Valley erhält durchschnittlich 4,87 von 5 Sternen, während Petrified Forest 4,79 Punkte erhält. Trotz negativer Rückmeldungen berichtet die überwiegende Mehrheit der Rezensenten von positiven Erfahrungen. Viele nennen diese Parks „wunderschön“, „faszinierend“ und „episch“.

Das Gesamtbild: Überfüllung in Parks

Die Studie betont, dass Überfüllung und nicht die natürliche Schönheit selbst die Hauptursache für die meiste Unzufriedenheit ist. Parks sind mit beispiellosen Besucherzahlen konfrontiert, insbesondere an symbolträchtigen Orten, wo begrenzter Platz zu Engpässen führt. Der Trend spiegelt die steigende Nachfrage nach Freizeitaktivitäten im Freien wider, gepaart mit einer unzureichenden Infrastruktur, um den Menschenmassen gerecht zu werden.

Ein Besuch außerhalb der Hauptsaison oder die Erkundung weniger besuchter Gebiete in Parks kann diese Probleme mildern. Die Gesamtaussage ist jedoch klar: Selbst die „enttäuschendsten“ Nationalparks bieten den meisten Besuchern immer noch überwiegend positive Erlebnisse. Die Daten verdeutlichen einen einfachen Kompromiss: Beliebte Reiseziele sind überfüllt, aber die Landschaft bleibt außergewöhnlich.