Im gesamten Gastgewerbe werden immer mehr Hotelgästen hohe Rauchgebühren auferlegt, obwohl sie in ihren Zimmern nie das Licht anzünden. Der Schuldige? Luftqualitätssensoren – insbesondere Geräte der Firma Rest – werden zunehmend als alleiniger Richter, Geschworener und Henker bei Streitigkeiten über Rauchverstöße eingesetzt.
Das Problem sind keine Einzelfälle; Es handelt sich um ein systemisches Problem, bei dem automatisierte Meldungen als unwiderlegbare Beweise behandelt werden, sodass Nichtraucher um Rückerstattungen kämpfen müssen, manchmal um Hunderte von Dollar.
Falsche Anschuldigungen und nicht reagierende Hotels
Ein aktueller Fall betraf Mikel Wilham und seine Frau, die das Ende seiner Chemotherapie mit einer Reise nach Las Vegas feierten. Beim Auschecken im The Strat wurde ihnen eine Rauchergebühr von 396 US-Dollar berechnet. Als eindeutigen Beweis für das Rauchen führte das Hotel einen Luftqualitätsbericht eines versteckten Sensors in seinem Zimmer an. Obwohl das Hotel sein Leben lang Nichtraucher war, weigerte es sich, das Zimmer zu inspizieren oder die Gebühr zu überdenken, bis äußerer Druck ausgeübt wurde.
Ähnliche Erfahrungen haben auch andere Gäste berichtet, darunter Joseph Tincher und seine schwangere Partnerin, die im Kimpton Palladian in Seattle mit einer Rauchergebühr von 500 US-Dollar belegt wurden. Trotz der dokumentierten Vergangenheit des Paares, das Rauchen aufgrund von Asthma und Schwangerschaft zu meiden, bestand das Hotel darauf, dass der Sensor nie falsch lag. Tincher reichte eine Beschwerde beim Better Business Bureau und einen Kreditkartenstreit ein, aber das Hotel wehrte sich und legte als endgültigen Beweis den Ausdruck des Sensors vor.
Warum das jetzt passiert
Der Einsatz von Luftqualitätssensoren ist ein aktueller Trend, der aus dem Wunsch resultiert, Nichtraucherrichtlinien durchzusetzen und kostspielige Reinigungs- oder Schadensersatzansprüche zu vermeiden. Hotels erhalten einen Anreiz, ihren Gästen automatisch Gebühren für Verstöße gegen das Rauchen in Rechnung zu stellen, da die Sensoren eine bequeme (wenn auch oft ungenaue) Erkennungsmethode bieten. Allerdings sind die Sensoren selbst nicht narrensicher und können durch andere in der Luft befindliche Partikel wie Kochdämpfe, Reinigungsmittel oder sogar hohe Luftfeuchtigkeit ausgelöst werden.
Das eigentliche Problem besteht darin, dass Hotels die Berichte der Sensoren als absolute Wahrheit betrachten, ohne sie durch visuelle Inspektion oder Gästekommunikation zu überprüfen. Dies lässt den Kunden kaum Rückgriffsmöglichkeiten, wenn sie fälschlicherweise beschuldigt werden, da das Hotelpersonal oft angewiesen wird, sich auf die Ergebnisse der Maschine zu verlassen.
Der Kampf um Rückerstattungen und was Sie tun können
Für Paare wie Justin Hasty und Patrick Brown kann der Kampf um eine Rückerstattung Monate dauern. Hasty, ein Mitglied der Kirche der Heiligen der Letzten Tage, wurde beschuldigt, im Home2 Suites in Philadelphia geraucht zu haben, obwohl er sich aus religiösen Gründen gegen ein solches Verhalten ausgesprochen hatte. Brown, deren Freundin im Badezimmer damit beschäftigt war, ihre Haare mit Aerosolen zu stylen, erhielt im The Strat in Las Vegas eine Rauchergebühr von 566 US-Dollar. Beide waren gezwungen, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, um ihre Anklage rückgängig zu machen.
Um sich vor überraschenden Rauchergebühren zu schützen:
- Alles dokumentieren : Machen Sie beim Betreten Ihres Zimmers Fotos oder Videos, um die anfängliche Sauberkeit zu beweisen.
- Inspektion anfordern : Wenn Sie beschuldigt werden, fordern Sie eine sofortige Zimmerinspektion.
- Beweise sammeln : Medizinische Unterlagen, Reiserouten oder Zeugenaussagen können dabei helfen, falsche Anschuldigungen zu widerlegen.
- Rechtsstreitigkeiten : Kreditkartenstreitigkeiten und BBB-Beschwerden können Hotels manchmal dazu zwingen, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken.
Der Trend zu falschen Rauchgebühren gibt Reisenden zunehmend Anlass zur Sorge. Sofern Hotels keine besseren Überprüfungsmethoden einführen, werden Gäste weiterhin für Verstöße bestraft, die sie nicht begangen haben.
























