Die jüngste Kartellgewalt in Mexiko hat bei Reisenden Besorgnis ausgelöst, insbesondere angesichts der bevorstehenden Frühlingsferien. Während Kartellkonflikte in der Regel örtlich begrenzt bleiben, führte ein Anstieg der Unruhen am Wochenende – ausgelöst durch den gemeldeten Tod des Anführers des Jalisco New Generation Cartel Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“) – zu Flugausfällen in wichtigen Touristenzielen wie Puerto Vallarta und Guadalajara und zu vorübergehenden Schutzmaßnahmen des US-Außenministeriums.
Eskalation der Gewalt und Reaktion der Regierung
Die Gewalt brach nach einer groß angelegten Operation mexikanischer Streitkräfte aus. Die Behörden meldeten 70 Festnahmen und den Tod von 34 mutmaßlichen Kartellmitgliedern, obwohl bei den Kämpfen auch 25 Offiziere der Nationalgarde getötet wurden. Die Situation eskalierte schnell und kam zu Schießereien, Brandstiftungen und Straßenblockaden im gesamten Bundesstaat Jalisco. Dies stellt eine verstärkte Reaktion von Kartellen auf den zunehmenden Druck der Strafverfolgungsbehörden dar, wie Sicherheitsexperten wie Kent Webber von Global Rescue beobachten. Er weist darauf hin, dass die Eliminierung einer hochrangigen Kartellfigur eine schnelle Instabilität auslösen kann.
Aktueller Status und Reisehinweise
Am Dienstag wurden die Warnungen der US-Regierung zu Notunterkünften für Guadalajara, Puerto Vallarta und Ciudad Guzmán aufgehoben. Der Flugverkehr in Guadalajara wurde wieder aufgenommen, Straßensperrungen wurden aufgehoben und der öffentliche Dienst normalisiert sich wieder. Das zugrunde liegende Risiko bleibt jedoch bestehen. Fast 10.000 mexikanische Soldaten wurden eingesetzt, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, und Präsidentin Claudia Sheinbaum behauptete, im Land sei „Frieden“.
Was Reisende wissen müssen
Der Vorfall unterstreicht, dass eine Reise nach Mexiko nie ganz ohne Risiko ist. Kartellaktivitäten können sich unvorhersehbar ändern, insbesondere nach umfangreichen Durchsetzungsmaßnahmen. Die jüngsten Störungen zeigen, wie schnell sich die Bedingungen selbst in beliebten Touristengebieten verschlechtern können.
Reisende sollten wachsam bleiben, lokale Nachrichten verfolgen und die Hinweise des US-Außenministeriums beachten. Obwohl die unmittelbare Krise abgeklungen ist, bleibt die allgemeine Sicherheitslage in Mexiko komplex.
Die zunehmende Gewalt erinnert daran, dass Kartellkonflikte, auch wenn sie oft begrenzt sind, auf von Touristen frequentierte Gebiete übergreifen können. Die zugrunde liegende Spannung wird bestehen bleiben, auch wenn sich der Betrieb wieder normalisiert.
Fazit
Die jüngsten Unruhen in Mexiko verdeutlichen die inhärenten Risiken von Reisen in Regionen mit aktiver Kartellpräsenz. Während die unmittelbare Krise vorüber ist, sollten Reisende Vorsicht walten lassen, informiert bleiben und verstehen, dass sich die Sicherheitsbedingungen schnell ändern können. Die Situation ist ein deutliches Beispiel dafür, dass auch beliebte Reiseziele nicht vor Kartellgewalt gefeit sind.
























