Додому Neueste Nachrichten und Artikel Lufthansa führt eingeschränkte Business-Class-Tarife ein, auch für Elite-Mitglieder

Lufthansa führt eingeschränkte Business-Class-Tarife ein, auch für Elite-Mitglieder

Die Lufthansa Group – darunter Lufthansa, SWISS, Austrian und Brussels Airlines – wird in Kürze abgespeckte „Light“-Tarifoptionen für Business- und Premium-Economy-Kabinen einführen. Der Schritt, der voraussichtlich am 17. März 2026 bekannt gegeben wird, spiegelt einen breiteren Trend in der Luftfahrtbranche wider, Dienste zu entbündeln und den Umsatz zu maximieren.

Was ändert sich?

Durch die neuen Basistarife werden die Inklusivleistungen deutlich reduziert. Passagiere, die sich für diese Tarife entscheiden, erhalten nur ein aufgegebenes Gepäckstück (statt zwei) und müssen für Sitzplatzreservierungen mindestens 80–120 € bezahlen. Auch die Umbuchungsgebühren sind höher als bei den Standardtarifen.

Der umstrittenste Aspekt ist die Abschaffung der kostenlosen Sitzplatzzuteilung, selbst für Top-Elite-Mitglieder. Star Alliance Gold-Mitglieder behalten ihr Freigepäck für zusätzliches Gepäck, aber selbst Lufthansas HON Circle-Mitglieder mit dem höchsten Status müssen jetzt für ausgewählte Sitzplätze bezahlen.

Erster Rollout und geografische Grenzen

Diese eingeschränkten Tarife werden zunächst nur auf Strecken von und nach Asien, Afrika, dem Nahen Osten, Mittelamerika und Südamerika verfügbar sein. Flüge nach Nordamerika, China, Japan, Malaysia und Singapur sind vorerst ausgeschlossen. Diese schrittweise Implementierung legt nahe, dass Lufthansa sich mit Joint-Venture-Partnern – insbesondere Air Canada und United – abstimmt, um eine einheitliche Preisgestaltung über alle Netzwerke hinweg sicherzustellen.

Diese vorsichtige Einführung ist wahrscheinlich auf die Komplexität von Joint-Venture-Vereinbarungen zurückzuführen, bei denen Fluggesellschaften häufig ihre Tarife koordinieren, um eine gegenseitige Preisunterbietung zu vermeiden. Das Warten auf die Abstimmung sorgt für maximale Rentabilität bei allen teilnehmenden Netzbetreibern.

Warum das wichtig ist

Diese Verschiebung spiegelt einen breiteren Branchentrend hin zu À-la-carte-Preisen wider. Fluggesellschaften trennen zunehmend Basistarife von optionalen Extras und zwingen Passagiere so, für zuvor enthaltene Leistungen zu zahlen.

Die Maßnahme richtet sich an Geschäftsreisende und Vielflieger, die weniger preissensibel sind und eher für Bequemlichkeit zahlen. Indem Lufthansa die Basistarife weniger attraktiv macht, möchte sie mehr Kunden zu höherpreisigen Optionen mit vollem Funktionsumfang bewegen.

Was kommt als nächstes?

Delta Air Lines hat bereits ähnliche Pläne angekündigt, und American und United werden voraussichtlich diesem Beispiel folgen. Der Druck, den Umsatz in einem wettbewerbsintensiven Markt zu maximieren, treibt diesen Trend voran.

Die Strategie von Lufthansa ist klar: Erzielen Sie mehr Einnahmen aus jedem Sitzplatz, indem Sie Passagiere dazu anregen, ein Upgrade durchzuführen oder für grundlegende Annehmlichkeiten einen Aufpreis zu zahlen. Die Fluggesellschaft setzt darauf, dass selbst Elite-Mitglieder eher widerwillig zahlen, als das Risiko einzugehen, auf einem unerwünschten Sitzplatz festzusitzen.

Der langfristige Effekt wird höhere Tarife für alle Passagiere sein, da die Fluggesellschaften die Grenzen ihrer Gebühren austesten, ohne nennenswerte Marktanteile zu verlieren.

Exit mobile version