An der Ecke steht ein Haus.

21st und St. Paul, um genau zu sein. Es sieht aus wie jedes andere viktorianische Reihenhaus, mit grauer Backsteintreppe und allem. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein mechanisches Herz. Drei große Uhren dominieren die Vorderseite und tick-tick-tickt den Tag. Sie werden nicht mit Strom betrieben, nicht wirklich. Sie brauchen eine menschliche Hand, die sie jeden Tag aufzieht. Das Durward Center übernimmt diese Aufgabe.

Er ist der Bewohner. Und der Restaurator.

Der ganze Ort wirkt weniger wie ein Zuhause als vielmehr wie ein Museum für bewegliche Teile. Überall stapeln sich Antiquitäten – alte Ventilatoren, Spieluhren, Orgeln, die keuchen wie sterbende Lungen. Es ist ein kuratiertes Chaos. Center kennt diese Maschinen. Er repariert, was kaputt ist.

Eine Restaurierung sticht heraus.

Die Orgel im Oakley Court in England? Das hat er gerettet. Sie erkennen das Gebäude wahrscheinlich wieder, wenn Sie schon einmal über eine Fledermaus gelacht haben, die in „Dracula“ über die Leinwand flog, oder wenn Sie bei „Rocky Horror Picture Show“ durch die Lobby getanzt haben. Center haucht diesen Rohren neue Luft ein.

Zurück in Baltimore fügte er seinem Reihenhaus jedoch noch etwas hinzu. Etwas, das sich jeder Logik entzieht.

Unter einer dieser großen mechanischen Uhren sitzt ein Drache. Schmiedeeisen, verkupfert, bedrohlich, aber dekorativ. Wenn die Uhr die volle Stunde schlägt, bewegt sich der Drache. Sein Schwanz schwingt aus. Schlag.

Es schlägt eine Glocke an, die an seinem eigenen Mund hängt.

Denken Sie eine Sekunde über diese Physik nach. Der Drache schlägt von selbst. Es ist absurd. Es ist brillant. Warum lässt man den Zeitnehmer nicht seine eigene Ansage machen? Center mag Dinge, die sich zu ihren eigenen Bedingungen entwickeln. Oder vielleicht mag er einfach nur den Lärm.

Der Drache schwingt weiter. Die Uhr dreht sich weiter. Jemand hält immer noch den Schlüssel in der Hand.