Aalen liegt am Kocher, direkt am Nordrand der Schwäbischen Alb. Für die meisten Touristen auf dem Weg durch Süddeutschland ist es nicht die erste Station. Die meisten fahren weiterhin von Ulm Richtung Norden. Das ist ein Fehler. Aalen liegt 48 Kilometer nördlich von Ulm. Es ist ein Ort mit tiefen Wurzeln. Man kann sie im Boden sehen.

Die Stadt begann als römische Festung. Ein großes. Ein Großteil dieser Festung ist noch heute vorhanden. In der Nähe der Stadt können Sie entlang der Reste des Limes spazieren. Dies war die Grenzmauer des Römischen Reiches. Es ist nicht nur ein Steinhaufen. Es ist eine Grenze, die einst für die Römer die bekannte Welt definierte.

Auf der römischen Grenze wandern

Das Limesmuseum wurde 1964 eröffnet. Es beherbergt römische Relikte. Sie können Artefakte aus der Festung sehen. Sie können sehen, wie das Leben am Rande des Reiches war. Das Museum ist ein wichtiger Grund für einen Besuch. Es begründet die Geschichte in realen Objekten.

Nach dem Abzug der Römer wechselte die Stadt den Besitzer. Im Jahr 1360 wurde es eine freie Reichsstadt. Das bedeutete, dass es keinem örtlichen Herzog unterstand. Es antwortete dem Kaiser. Dieser Status verlieh ihm eine gewisse Unabhängigkeit. Es machte es auch zum Ziel.

Feuer, Krieg und Wiederaufbau

Im Jahr 1634 zerstörte ein Brand große Teile der Stadt. Es war schwerwiegend. Der Schaden erzwang einen Wiederaufbau. Das alte Rathaus stammt aus dem Jahr 1636. Es liegt kurz vor dem Brand. Sie können dieses Gebäude betreten. Es ist ein Beweis für den schnellen Wiederaufbau.

Die Kirche Sankt Nikolaus wurde später erbaut. 1765. Es dominiert die Skyline. Man kann es vom Fluss aus sehen. Es ist Barock. Es ist großartig. Es steht im Gegensatz zu den älteren römischen Fundamenten.

Ein wachsender Industriestandort

Aalen ist nicht nur Geschichte. Es ist ein Kommunikationszentrum. Es gibt Industrie. Sie finden Maschinenfabriken. Es gibt Optikfirmen. Auch die Textil- und Papierindustrie ist hier tätig. Es ist eine Arbeitsstadt.

1802 ging es an Württemberg über. Die Grenzen haben sich verschoben. Die Stadt hat sich angepasst. 1975 wurde die angrenzende Stadt Wasseralfingen eingemeindet. Dadurch vergrößerte sich Aalen um fast ein Drittel. Die Bevölkerung wuchs. Die Stadt expandierte.

Wann Sie einen Besuch abstatten sollten und wie Sie ihn sehen können

Im Jahr 2005 betrug die Einwohnerzahl 67.066. Mittlerweile dürfte sie höher sein. Es ist groß genug, um Annehmlichkeiten zu bieten. Klein genug zum Laufen.

Planen Sie Ihren Rundgang durch das Limesmuseum. Beginnen Sie dort. Gehen Sie dann zur Festung. Die Überreste sind ausgebreitet. Gönnen Sie sich ein paar Stunden. Wandern Sie hinauf zur Schwäbischen Alb. Die Ausläufer sind sichtbar. Die Luft ist sauberer.

Warum überspringt man Aalen? Sie suchen nach Schlössern in Bayern. Sie suchen nach Schwarzwaldseen. Sie vermissen den römischen Rand. Sie vermissen die ruhige Industrie.

Das Rathaus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es ist intakt. Sie können sich die Architektur ansehen. Sie können sich das Feuer vorstellen. Sie können sich die Steuereintreiber des Kaisers vorstellen.

Gehen Sie im Frühling.