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Eine gescheiterte Vision: Warum United Airlines mit American fusionieren wollte

Scott Kirby, CEO von United Airlines, hat sein Schweigen zu den jüngsten Gerüchten über eine mögliche Fusion zwischen United und American Airlines gebrochen. In einer offenen Einschätzung verriet Kirby, dass er persönlich Gespräche mit American Airlines initiiert und eine massive Konsolidierung mit dem Ziel vorgeschlagen habe, die US-Luftfahrt zu revolutionieren. Der Deal ist jedoch offiziell ins Stocken geraten, nachdem American Airlines öffentlich abgelehnt hat, sich an dem Gespräch zu beteiligen.

Der Kernvorschlag: Wachstum statt Konsolidierung

In der Vergangenheit wurden Fusionen von Fluggesellschaften von Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit mit Skepsis betrachtet. Bei den meisten Konsolidierungen in der Vergangenheit handelte es sich um „Verteidigungsmanöver“ – zwei in Schwierigkeiten geratene Fluggesellschaften bündelten ihre Kräfte, um Kosten zu senken, Flugfrequenzen zu reduzieren und die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um zu überleben.

Kirby argumentiert, dass seine Vision grundlegend anders war. Anstelle einer Fusion aus Notwendigkeit, um ein Scheitern zu verhindern, schlug er eine Fusion aus Ehrgeiz vor. Das Ziel bestand nicht darin, zu subtrahieren, sondern hinzuzufügen:

  • Skalierung des Kundenerlebnisses: Nutzung der jüngsten Investitionen von United in Technologie (wie Starlink Wi-Fi und moderne Kabineninnenausstattung) und deren Ausweitung auf ein viel größeres Netzwerk.
  • Ausweitung der globalen Reichweite: Schaffung einer riesigen Fluggesellschaft mit Sitz in den USA, die in der Lage ist, mit den dominanten Fluggesellschaften unter ausländischer Flagge zu konkurrieren, die derzeit einen erheblichen Teil der Langstreckenflüge in die Vereinigten Staaten kontrollieren.
  • Erhöhung der Marktkapazität: Kirby behauptet, dass ein größeres zusammengeschlossenes Unternehmen tatsächlich die Gesamtzahl der verfügbaren Economy-Sitze erhöhen würde, was möglicherweise die Preise durch schiere Größe und nicht durch Servicekürzungen senken würde.

Das wirtschaftliche und nationale Argument

Eine zentrale Säule von Kirbys Argumentation ist das Konzept des „Buying American“. Er stellte die mögliche Fusion als eine Angelegenheit von nationalem wirtschaftlichem Interesse dar und deutete an, dass eine leistungsstarke US-Fluggesellschaft mehrere systemische Vorteile bieten würde:

  1. Schaffung von Arbeitsplätzen: Der Zusammenschluss hätte Zehntausende neuer, hochbezahlter, gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze für die gesamte Belegschaft beider Fluggesellschaften schaffen können.
  2. Inländische Fertigung: Eine größere Fluggesellschaft würde einen massiven Zustrom neuer Flugzeuge benötigen, was einen erheblichen Aufschwung für den US-Luft- und Raumfahrtsektor und die inländischen Lieferketten bedeuten würde.
  3. Wirtschaftliche Impulse: Durch die Verbesserung der Anbindung an kleinere inländische Gemeinden und die Förderung des internationalen Tourismus würde die Fluggesellschaft als Katalysator für wirtschaftliche Aktivitäten in Milliardenhöhe fungieren.

Die regulatorische Hürde

Eine der größten Herausforderungen bei jedem großen Zusammenschluss von Fluggesellschaften ist die kartellrechtliche Kontrolle. Regulierungsbehörden konzentrieren sich in der Regel darauf, wie ein Zusammenschluss den Wettbewerb verringern und die Preise für Verbraucher erhöhen könnte.

Kirby erkennt diese Skepsis an, vertritt jedoch die Auffassung, dass eine „wachstumsorientierte“ Fusion aus einer anderen Perspektive betrachtet werden sollte. Er schlägt vor, dass die Regulierungsbehörden, wenn ein Deal darauf abzielt, den Service zu verbessern, die Technologie zu verbessern und effektiver mit ausländischen Fluggesellschaften zu konkurrieren, dies als Nettovorteil für die Öffentlichkeit und nicht als Bedrohung für den Wettbewerb betrachten sollten. Während bei bestimmten inländischen Strecken Veräußerungen erforderlich gewesen wären, um den Kartellgesetzen zu genügen, glaubte Kirby, dass die Gesamtvorteile die lokalen Markteinbußen überwogen hätten.

„Ohne einen willigen Partner kann so etwas Großes einfach nicht bewältigt werden.“

Blick nach vorne

Da American Airlines dem Vorschlag „die Tür verschlossen“ hat, ist der Weg zu einer Mega-Fusion auf absehbare Zeit faktisch versperrt. Für United verlagert sich der Fokus nun wieder auf seine unabhängige Strategie der „Entkommodifizierung“ des Reisens durch erstklassigen Service und technologische Innovation.


Schlussfolgerung: Während der Traum von einem amerikanisch-amerikanischen Kraftpaket verschwunden ist, unterstreicht der Vorschlag eine wachsende Spannung in der Luftfahrtindustrie: der Wunsch nach massiven, weltweit wettbewerbsfähigen US-Fluggesellschaften gegenüber den Regulierungs- und Wettbewerbsängsten, dass eine solche Größenordnung letztendlich dem Verbraucher schaden könnte.

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