Scott Kirby verließ nicht einfach den Raum. Er hat es angezündet.

Auf einer Bernstein-Konferenz in New York am vergangenen Mittwoch schloss der Chef der United Airlines jegliche Möglichkeit von Fusionen aus. „Für jede Zeit, die ich sehen kann“, sagte er, „für jede Zeit, die ich in absehbarer Zukunft sehen kann, nein.“

Die Stille nach diesen Worten? Laut.

An der Wall Street war viel los. Seit Wochen. Die Spekulationen liefen heiß. Es gab Gerüchte über einen Wechsel von United zu American Airlines. Kirby sagte den Beamten, vielleicht sogar Präsident Trump selbst, dass ein Deal auf dem Tisch liege.

Also stürzten sich die Theoretiker. Sie hatten einen Plan für den Plan. Vielleicht handelte es sich bei dem großen amerikanischen Angebot um Fake-News, nur um etwas anderes zu verschleiern. Etwas Kleineres. So etwas wie JetBlue. Es ging die Idee um, dass die Aufsichtsbehörden einer JetBlue-Übernahme positiver gegenüberstehen würden, wenn ein großer amerikanischer Deal scheitern würde.

Kirby nannte das „idiotisch“.

Es gefällt ihm nicht nur. Er sagt, er verstehe es überhaupt nicht. „Das war definitiv nicht der Plan.“

Eine Fusion zwischen United und American? Es hätte einen Giganten geschaffen. Größte Flotte. Größte Kapazität. Höchster Umsatz. Die größte Fluggesellschaft der Welt.

Hätten die Regulierungsbehörden zugestimmt? Wahrscheinlich nicht. Die kartellrechtliche Kontrolle wäre brutal gewesen. Eine der härtesten Genehmigungen, die man sich vorstellen kann.

Die Theorie hatte also einen Kern von Logik, verdreht durch die Notwendigkeit, eine Meisterleistung vorherzusagen.

„Es ist einfach idiotisch, ich verstehe es nicht, es war nicht der Plan.“

Jetzt ist die Tabelle klar. Es stehen keine großen Fusionen an. Nicht so schnell. Kirby verbirgt keinen zweiten Deal hinter einem toten Deal.

Vielleicht ist das in Ordnung. Der Markt hatte Spaß an der Fantasie. Jetzt ist die Fantasie vorbei.

Was als nächstes passiert, ist einfach nur Fliegen.