Stellen Sie sich 5 Millionen Rinder vor, die nach Norden ziehen. Das ist keine Schätzung. Dabei handelt es sich um die Anzahl der Tiere, die zwischen 1866 und 1890 das öffentliche Land nördlich von Texas durchstreiften. Dabei handelte es sich nicht nur um die Landwirtschaft. Es war ein riesiges, chaotisches Industrieexperiment in dem, was Historiker als „offenes Gelände“ bezeichnen.

Das waren keine kleinen Familienbetriebe. Es handelte sich um riesige, nicht eingezäunte Weidegebiete, die sich über den Westen von Kansas, Nebraska, den Dakotas, Montana und Wyoming erstreckten. Texas-Viehzüchter trieben ihre Herden über Pfade, die durch das Indianergebiet und in die zentralen Great Plains führten. Bei dem Land handelte es sich im Wesentlichen um freie Grundstücke für Rasen und Platz. Bauern mit ihrem Stacheldraht? Schaf? Sie waren noch nicht angekommen. Wo das Wasser dünn war, bohrten Männer Brunnen und bauten Dämme. Es war ein raues, ungezähmtes „Kuhland“.

Das Setup war fast zu schön, um wahr zu sein. Dann kam britisches Geld.

Mitte der 1880er-Jahre strömten britische Kapitalsummen in Milliardenhöhe in die USA und setzten stark auf die Freilandhaltung. Der Hype entfachte Feuer. Amerikanische Finanziers sprangen mit an Bord und gründeten riesige Viehzuchtunternehmen mit einem Ziel: Gewinn. Sie züchteten Rindfleisch sowohl für den heimischen Tisch als auch für den Export nach Übersee. Die Regierung hat sich nicht einfach zurückgelehnt; Sie haben tatkräftig mitgeholfen. Sie verboten das Zäunen öffentlicher Gebiete und Indianerreservate. Sie vergaben lukrative Rindfleischverträge an dieselben Rinderunternehmen.

Warum? Weil die Büffel weg waren.

Die US-Regierung kaufte von diesen Unternehmen Rindfleisch, um es an die Ureinwohner in Reservaten zu verteilen. Die Büffelherden waren dezimiert worden, so dass die indigenen Gemeinschaften ihre Hauptnahrungsquelle verloren hatten. Die Rinderindustrie sprang ein, um die Lücke zu füllen, subventioniert und geschützt durch die Bundespolitik.

Es war eine Blase, die nur darauf wartete zu platzen.

Der Winter 1886/87 brachte nicht nur einen Knaller. Es zerstörte das gesamte Modell.

Die Kälte war historisch. Dicker Schnee und Eis begruben die Ebenen. Hunderttausende Rinder erfroren oder verhungerten. Investoren, die viel auf endlosen Graslandreichtum gesetzt hatten, waren über Nacht ruiniert. Das Freiland konnte den Frost nicht überstehen.

Als die Herden starben, zogen die Siedler ein. Sie brachten Zäune mit. Sie brachten Weizen. Sie schlossen die riesigen, leeren Räume ab, die diese Ära geprägt hatten. 1890 war der Boom vorbei. Man kann immer noch durch diese Staaten fahren und die Narben sehen, aber die 5 Millionen Köpfe sind verschwunden. Das Geschäft verschwand.

Hat es jemals wirklich Sinn gemacht?