Es ergab keinen Sinn.

Zunächst nicht. Dann nicht nach dem zweiten Ansatz.

Eine Boeing 77-300ER von Kalitta Air mit dem Kennzeichen N778CK landete in Cincinnati, tauchte auf und schrammte mit dem Heck auf dem Bürgersteig. Dann ging es rund. Dann versuchte es es noch einmal. Und dann verpasste es das Signal des Instrumentenlandesystems völlig und erzwang einen dritten Durchstart. Bis zur sicheren Landung waren 27 Minuten vergangen. Die Geschichte löst bei jedem Kopfschütteln aus.

Der erste Schwanzschlag: Funken und Verwirrung

Dies geschah am Sonntag, dem 19. Juli. Flug K4262 kam aus Brüssel, Belgien. Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen 21 Jahre alten Frachter. Kalitta Air fliegt Fracht, keine Passagiere. Das war keine Wochenend-Spritztour. Es war ein Job.

Es war 19:52 Uhr Ortszeit. Das Flugzeug befand sich auf der Landebahn 36R. Bedingungen? Bußgeld. Leichter Wind. Keine Sturmsysteme. Nichts am Himmel deutete auf Gefahr hin.

Warum also das Durcheinander?

Piloten nannten es. Das geht aus dem Ton klar hervor. Aber hier wird es seltsam: Sie nannten es, nachdem die Räder den Boden berührten. Sie können das Video sehen. Reifen berühren Asphalt. Dann richtet sich die Nase stark auf. Dann bumm. Schwanzschlag.

Funken flogen. Viele davon. Das war kein leichter Kratzer. Der hintere Teil des Rumpfes berührte mit großer Wucht die Landebahn. Es wurde sofort der Notfall ausgerufen. Die Controller haben es gehört. Das Flugzeug hörte es. Das Bodenpersonal hörte es.

Die Piloten wollten es noch einmal versuchen. Konkret forderten sie stattdessen den ILS-Anflug (Instrument Landing System) zur Landebahn 36C. Andere Landebahn. Anderes Verfahren. Warum mitten in der Krise Pläne ändern? Wahrscheinlich, weil 36R nach der Panne geschlossen oder als unsicher eingestuft wurde. Vielleicht.

Der zweite Fehlschlag: Abfangen fehlgeschlagen

Sie traten in das Muster ein. Sie sind die Strecke geflogen. Aber sie haben das Signal nicht verstanden.

Das ist der wahre Kopfzerbrechen.

Eine Boeing 777 ist ein hochentwickelter Vogel. Piloten werden darin geschult, Instrumentenanflüge im Schlaf zu handhaben. Doch dieses Mal haben sie sich nicht auf den Lokalisierer festgelegt. Der Controller hat es gesehen. Er sagte ihnen, sie sollten herumgehen. Sie können die Strecke auf der Karte von VASaviation sehen. Es sah chaotisch aus. Vom Kurs abgekommen. Instabil.

Also gingen sie hinauf. Wieder.

Noch ein Durcheinander. Noch ein Aufstieg. Noch ein Blick auf den Ansatz. Und schließlich landeten sie um 20:19 Uhr. Sicher. Auf Landebahn 26C. Beachten Sie die Richtungsänderung. Sie kamen vom anderen Ende des Flughafens herein. Gesamtlandezeit: ungefähr 27 Minuten ab dem ersten Funkenflug am Heck.

„Kalitta Air Flug 264 [sic] landete sicher … nachdem das Heck der Boeing 77-300EER beim Durchstarten die Landebahn geschürft hatte … Die FAA wird Nachforschungen anstellen.“

Das ist die offizielle FAA-Erklärung. Beachten Sie die Diskrepanz bei den Flugnummern: K4262 im Einsatz, K4264 im Bericht? Oder vielleicht ein Tippfehler in der Pressemitteilung. Die FAA sagt K4264. Im Operationsprotokoll steht K4262. Bei Ermittlungen kommt es auf Details an.

Die Fragen, die noch niemand beantworten kann

Das Wetter war neutral. Der Wind war schwach. Die Sicht war wahrscheinlich gut. Dies war keine Monsunlandung in Manila. Das war kein Seitenwind-Wahnsinn.

Was ist also schief gelaufen?

Erste Frage: Warum flogen sie nach der Landung auf Landebahn 36R umher? Fühlte sich die Landebahn instabil an? Gab es Trümmer? Oder war es eine Pilotenentscheidung aufgrund eines schlechten Winkels? Das Video zeigt die Räder an. Dann der Aufzug. Dann der Streik.

Zweite Frage: Warum der Tail Strike? Haben sie zu stark angezogen? Zu spät? Oder verursachte das Problem mit der Gangverlängerung eine nach oben gerichtete Nase, die das Heck nachzog?

Dritte Frage: Warum das ILS beim zweiten Versuch verpassen? Dies ist der Teil, der sich jeder einfachen Logik entzieht. Sie haben die Werkzeuge. Du hast die Ausbildung. Sie haben ein klares Signal. Dennoch ließen sie sich treiben. Der Controller hat es bemerkt. Der Weg war falsch. Warum?

Ermüdung? Verwirrung über Landebahnänderungen? Fehlkommunikation? Wir wissen es nicht. Noch nicht.

Die FAA ermittelt. Das ist Standard. Aber diese Reihenfolge – Aufsetzen, Durchstarten, Heckschlag, zweiter Anflug, verpasstes Signal, dritte Landung – ist nicht Standard. Es ist chaotisch. Es ist gefährlich. Es ist ein perfekter Sturm aus kleinen Fehlern, die sich zu einem großen Vorfall verdichten.

Wird die Blackbox einen Systemfehler aufdecken? Oder nur menschliches Versagen? Das Alter des Flugzeugs (21 Jahre) könnte ein Ablenkungsmanöver sein. Alte Flugzeuge sind gut gewartet. Die Wartungshistorie wird jedoch Teil der Überprüfung sein.

Eines ist klar: Etwas ist kaputt gegangen. Vielleicht ein Reifen. Vielleicht ein Sensor. Vielleicht das Urteil des Piloten.

Wir werden sehen, was das NTSB sagt. Bis dahin sind es nur Spekulationen und Funken.